Hautpflege im Winter: 7 Tipps für winterschöne Haut

Wenn das Thermometer fällt, beginnt sie wieder: die Zeit der trockenen und spröden Haut. Eine feuchtigkeitsspendende Hautpflege im Winter hilft dir, deine Haut gut durch die frostige Jahreszeit zu bringen. Die Kälte draußen und die warme Heizungsluft in der Wohnung stellen unser größtes Organ nämlich ganz schön auf die Probe. Kratzige Hände, rissige Lippen und ein spannendes Gefühl im Gesicht sind häufig das Ergebnis.

Grund dafür ist zum einen, dass die Luftfeuchtigkeit sowohl drinnen wie draußen geringer ist. Außerdem verfallen unsere Talgdrüsen gewissermaßen auch in einen Winterschlaf und produzieren weniger Hautlipide. Das sind Fettstoffe, die die Hautbarriere verdichten und es Keimen und Bakterien so schwer machen, einzudringen. Dem körpereigenen Wasser hindern sie daran, über die Haut auszudunsten. Wie so oft gilt für die Hautpflege im Winter das Credo „weniger ist mehr“. Wir verraten dir einige Tricks, wie du deine Haut während der kalten Jahreszeit pflegen und schützen kannst.

Hautpflege im Winter: Junge Frau mit Mütze und Pflegeprodukten
Die Hautpflege im Winter kann wirklich zum Balance-Akt werden. © Franziska Wangelin

Warmduscher: Vermeide heiße Duschen und Bäder

Ein entspannendes Bad ist natürlich nicht verboten, aber du solltest es nicht zur täglichen Routine werden lassen. Das betrifft auch ausgiebiges heißes Duschen. Sieh es einfach positiv: umso schneller du morgens duscht, umso weniger Wasser verbrauchst du. Das ist in diesem Fall natürlich nicht der Grund, warum du bei der Hautpflege im Winter darauf achten solltest. Vielmehr geht es um das heiße Wasser, denn das verdunstet schneller, entzieht der Haut dabei wichtige Feuchtigkeit und beschädigt unseren eigenen Haut-Schutzschild, weil es natürliche Fette auflöst. Lieber also kurz und warm (bis ca. 35 °C) duschen und sich dafür eine ein- oder zweimal im Monat ein ausgiebiges Entspannungsbad gönnen. Und danach: Eincremen nicht vergessen.

Sonnenschutz im Winter

Strahlende Sommer-Sonne bei wolkenfreiem Himmel? Her mit der Sonnencreme. Bei der Hautpflege im Winter solltest du genauso denken. Nur weil sie nicht so stark scheint, ist die Sonne trotzdem da und kann deiner Haut ganz schön zusetzen. Von vorzeitiger Hautalterung bis Hautkrebs ist leider alles möglich. Deshalb schnapp dir auch an sonnigen Wintertagen etwas Sonnencreme und schütze so Gesicht und Hände. Im Winter solltest du mit LSF 30 auskommen. Gehörst du zu den ganz hellen Hauttypen, greife im Zweifel auch im Winter Produkten mit höherem LSF. Wenn du keine langen Ausflüge geplant hast, reichen für den Alltag in der Regel auch Feuchtigkeitscremes mit entsprechendem UV-Faktor.

Ausgewogene Ernährung macht deine Haut von innen stark

Auch wenn die Weihnachtszeit dazu ermuntert, die gesunde Ernährung für einige Zeit über Bord zu werfen, tust du deiner Haut ungemein gut damit, wenn du dich im Winter ausgewogen ernährst und viel trinkst. So führst du ihr von innen Flüssigkeit und Nährstoffe zu, um gut durch den Winter zu kommen.

Ach ja! Auch wenn wir es in unserer Winter Bucket List aufzählen: Glühwein und Punsch trinken zählt nicht. 😉 Das macht den Teint nur kurzzeitig rosig, wenn du weißt, was ich meine.

Hautpflege im Winter mit puren Ölen

Für trockene Hautpartien am Körper setzen wir auf Öle. Pur als Aprikosenkern-, Avocado-, Sesam- oder Jojobaöl aufgetragen, kommt Öl bei uns am Abend zum Einsatz. Kann perfekt in die Pflege Routine eingebunden werden und ist ein schöner Entspannungsmoment zum Abschluss des Tages. Sesamöl wirkt übrigens wärmend und ersetzt manchmal sogar die Wärmflasche.

Hautpflege im Winter: Kosmetikspiegel, Creme, Öl und Mütze
Bei der Hautpflege im Winter ist weniger mehr. Lege lieber auf die richtigen Produkte wert statt auf viele. © Franziska Wangelin

Handpflege über Nacht

Während wir schlafen, hat unsere Haut Zeit, sich zu regenerieren und wird nicht durch ständiges Hände waschen, kalte Luft o. ä. beansprucht. Probiere es mal aus und creme deine Hände großzügig ein und stecke sie über Nacht in dünne Baumwollhandschuhe. Am nächsten Morgen sind sie butterweich und versprochen: Wenn du das regelmäßig durchführst, kommen sie einigermaßen gepflegt durch den Winter.

Kalten Füßen den Kampf ansagen

Schon Oma wusste es, Fußbäder machen müde und kalte Füße wieder munter. Rosmarin hat wärmende Fähigkeiten und wirkt kreislaufanregend. Einfach ein paar Tropfen des ätherischen Öls in eine Schüssel geben und die Füße für einige Zeit entspannen lassen. Auch sie freuen sich über anschließendes Cremen.

Kleine Rituale für die Hautpflege im Winter

Trockenbürsten ist eine alte Technik, um den Lymphfluss anzuregen und Giftstoffe aus dem Körper zu bringen. Unten am Körper starten und zum Herzen hin die Streichbewegungen durchführen. Das Ganze gibt es auch in klein und weich für das Gesicht. Das gereinigte und trockene Gesicht wird so wunderbar massiert. Von der Gesichtsmitte sternförmig nach außen massieren. Wenn du anschließend die Haut einölst, saugt der Körper das Öl fast auf.