Porridge, please: Her mit dem Haferbrei

Porridge, auch Haferbrei oder Oatmeal genannt, ist seit Jahren ein fester Bestandteil meiner Frühstücksroutine und in tausend Varianten möglich. Genau das mag ich auch so an den vielfältigen Flocken. Denn mit immer wechselnden Toppings, wird Porridge niemals langweilig.

Aber wie macht man Porridge eigentlich? Ich habe dir ein einfaches Grundrezept aufgeschrieben. Dafür nutze ich am liebsten Hafermilch, aber du kannst es genauso gut mit Wasser, anderen pflanzlichen Alternativen, oder auch herkömmlicher Kuhmilch zubereiten. Wenn du dein Porridge mit Wasser zubereiten möchtest, ist das sicherlich die einfachste Variante. Hierzu brauchst du nicht mal einen Herd, sondern kannst es einfach direkt aus dem Wasserkocher nutzen.

Porridge mit Wasser und Milchalternativen

Natürlich sparst du hierbei auch Kalorien. Aber Hafer kann dich auch noch auf andere Art und Weise beim Abnehmen bzw. bewusst ernähren unterstützen. Denn die langkettigen Kohlenhydrate sorgen gemeinsam mit dem hohen Ballaststoffanteil für einen langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels und beugen somit den gefürchteten Heißhungerattacken vor. Da die Ballaststoffe im Magen aufquellen, fühlt sich dein Körper länger gesättigt und deiner Verdauung tut das natürlich auch gut.

Cremiger und ja, ehrlicherweise auch etwas geschmacksintensiver wird dein Brei aber wenn du Milch, oder pflanzliche Alternativen nutzt. Pflanzliche Milchalternativen, wie z. B. Hafermilch, kannst du übrigens auch ganz einfach selbst herstellen und nebenher sogar noch Geld sparen. Selbst Bio-Haferflocken im Supermarkt kosten nicht viel und neben Wasser und eine Prise Salz wird ansonsten nichts weiter benötigt.

Porridge
Eine Schüssel voll Gemütlichkeit am Morgen. Mhhhhhm. ©sonyakamoz/stock.adobe.com

Hafer – Superfood aus Deutschland

Und das Beste am Hafer? Der kann sogar hier in Deutschland auf den Feldern wachsen und muss nicht über weite Wege zu uns transportiert werden. So spart ihr an beim Selbermachen sogar an Verpackung, Geld und CO2 Verbrauch. Haferflocken sind also wirklich ein heimisches Superfood. 140 Milligramm pro 100 Gramm, so viel Magnesium steckt im Hafer. In Kombination mit dem ebenso enthaltenen Eiweiß ist er die perfekte Sportlernahrung. Außerdem enthält Hafer eine beachtliche Menge an Vitaminen aus der B-Gruppe.

Von zarten Haferflocken über Haferschrot oder Haferkleie – das regionale Getreide gibt es in den verschiedensten Größen und Formen. Für Porridge und andere Breie eignen sich die zarten Haferflocken jedoch am besten, da sie das cremigste Ergebnis erzielen, Aber auch hier gilt: Alles erlaubt und je nach Geschmack entscheiden.

Porridge: Was eignet sich als Topping?

Ob mit Kokosraspeln, geschroteten Leinsamen und Früchten der Saison: Deiner Fantasie sind beim Topping keine Grenzen gesetzt. Mein aktueller Favorit: Ein großen Klecks Nussmus und ein paar Kakaonibs. Mmmhm.

  • Hanfsamen
  • Fruchtmus
  • karamellisierte Früchte
  • ein Klecks Marmelade
  • Gewürze wie Zimt und Kurkuma
  • gefrorene Beeren
  • Nüsse aller Art
  • Honig

Ich liebe auch Granatäpfel, aber meist fehlen mir Zeit und Geduld, die Kerne aus der Schale zu befreien. Tipp: Ihr könnt auch gefrorene Kerne kaufen – damit spart man sich dann die Blutschlacht in der Küche!

Tipp: Karamellisiert das Obst mit etwas Honig in der Pfanne. Mmmmhm lecker!

Variationen für Porridge-Rezepte: Mehr als nur Süß

Übrigens muss Haferbrei nicht immer süß gegessen werden, Es gibt auch leckere herzhafte Alternativen. Statt mit Milch o.ä. kann man die Flocken dann mit Gemüsebrühe kochen und mit Käse und Co verfeinern. Letzte Woche habe ich meine erste Schüssel mit pochiertem Ei und Parmesan gegessen. Am Anfang war es etwas ungewohnt, aber verdammt lecker.

Overnight Oats: Die Haferflocken schlafen lassen

Ihr seht schon, es gibt so viele Varianten. Eine weitere sind die Overnight Oats. Das sind über Nacht eingeweichte Haferflocken. Das Overnight Oats-Grundrezept besteht aus Haferflocken (Oats), Milch oder Wasser und frischem Obst. Dieser Haferbrei wird im Glas zubereitet und kommt einfach über Nacht in den Kühlschrank. Außerdem ist diese Art von Frühstück supereinfach vorzubereiten. Perfekt für Morgenmuffel. 🙂

Ich liebe Dinge, die ich schon am Abend vorbereiten kann, um in den bei uns leider immer etwas hektischen Morgenstunden Zeit zu sparen. Ob es das Einweichen des Getreides ist, das Kleinschneiden der Toppings … außerdem kann man die Overnight Oats gleich in verschließbare Gläser füllen und braucht sie am nächsten Morgen nur noch gemeinsam mit einer Thermoskanne Kaffee in den Rucksack packen und hat so auch im Büro ein ordentliches Frühstück dabei.

Porridge
Frühstück to go. Ein Glas Overnight Oats passt in jede Tasche. ©veronikasmirnaya/stock.adobe.com

Baked Oatmeal: Das Müsli einfach mal in den Ofen schieben

Und für alle, die gerne den Backofen nutzen, gibt es auch noch Baked Oatmeal. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber es steht nun fest auf meiner Liste. Fürs Baked Oatmeal werden die Haferflocken wie gewohnt kurz gekocht und dann in eine gefettete Auflaufform gegeben und wieder mit Toppings nach Wahl garniert. Anschließend die Form in den Ofen geben und backen. Es ist fertig, wenn es anfängt oben braun zu werden. Klingt perfekt für die kühle Jahreszeit, oder was meinst du?

Porridge
Müsli aus dem Ofen? Cool Kids nennen es „Baked Oatmeal“ ©Ildi/stock.adobe.com

Grundrezept Porridge

Zutaten
  

  • 200 ml Wasser, Milch oder pflanzliche Alternativen
  • ca 4 EL Haferflocken
  • 1 Prise Salz

Anleitungen

  • Haferflocken, Milch oder Wasser im Topf aufkochen, fünf Minuten lang cremig rühren und etwas ziehen lassen.
  • Je nach gewünschter Konsistenz mehr Flüssigkeit hinzugeben.
  • Zum Abschluss mit Toppings garnieren.

So, ich setze nun mal mein nächstes Glas Overnights-Oats an und freue mich über den Luxus eines fertigen Frühstücks am nächsten müden Morgen.