Rezept: Engelsaugen

Engelsaugen, manchmal auch Husarenkrapfen genannt, gehören zu meinen liebsten Weihnachtsplätzchen: Einfach, man braucht keine Ausstechförmchen und sie haben viiiiel gute Marmelade. Hier teile ich euch mein Rezept.

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit! Ich liebe es ja zu backen, daher stehe ich gerne auch an den dunklen Wintertagen in der Küche und lasse Rolf Zuckowskis Weihnachtslieder rauf und runter laufen. Mein Mann flüchtet dann immer, weil er die Musik (oder mein Gesang dazu? Wer weiß das schon …) nicht erträgt. Aber laut „Dezemberträume“ mitzusingen gehört bei mir einfach dazu, um in die richtige Weihnachtsstimmung zu kommen. Ihr könnt alternativ aber auch jederzeit die „Weihnachten mit wOnne“-Playlist auf Spotify reinwerfen.

Wohin mit all dem Eigelb?

Mittlerweile habe ich so ein festes Standard-Repertoire an Keksen, die zur Weihnachtszeit gebacken werden. Ich liebe Zimtsterne, Kokos- und Haselnussmakronen oder die kleinen Bethmännchen. Wenn du selber backst, dann hast du mein „Problem“ wahrscheinlich schon erkannt: Das sind alles Rezepte, wo man Eiweiß verwendet. Und ja, ich steh deswegen jedes Jahr wieder vor der Herausforderung, was ich mit dem übrigen Eigelb mache. Der Klassiker sind Vanillekipferl, aber die mag ich einfach nicht so gerne – so bin ich vor einigen Jahren zu den Engelsaugen gekommen: Sie sind ein wunderbarer Eigelb-Resteverwerter!

Engelsaugen

Die Kekse werden auch Husarenkrapfen genannt.
Arbeitszeit 1 Std.

Zutaten
  

  • 200 g Mehl
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 1 Tüte Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eigelb
  • 150 g Butter
  • 80-100 ml Marmelade oder Gelee nach Wahl

Anleitungen

  • Mehl, Zucker, Vanillezucker und Eigelb mischen. Butter in kleine Würfel schneiden und dann alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig dann für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  • Teig in vier Stücke teilen und daraus jeweils eine Rolle formen. Von der Rolle gleichgroße Stücke schneiden, Kugeln machen und auf ein Backblech setzen.
  • Mit dem bemehlten Stiel eines Kochlöffels eine Mulde in die Kugeln drücken und bei 180 °C für 10 bis 15 Minuten backen. Dann abkühlen lassen.
  • Gelee oder Marmelade in einem kleinen Topf erwärmen und mit einem Teelöffel in die Mulden der Engelsaugen geben.

Ansonsten begeistern die Engelsaugen auch durch ihre Einfachheit: Du brauchst keine besonderen Küchengeräte oder Ausstechformen. Deine Hände und der Stiel eines Kochlöffels genügen. Ich nutze am Liebsten mein Holundergelee, aber auch da sind dir keine Grenzen gesetzt: Deine Lieblingsmarmelade passt sicher auch megagut zu den Engelsaugen. Oh – und sie krümeln nicht, da sie direkt im Mund verschwinden. Neben Engelsaugen sind hier in der Küche übrigens auch Spekulatius sehr beliebt. 🙌🏻