Rezept: Rote-Bete-Pizza mit scharfen Microgreens und Feta

Eine Rote-Bete-Pizza mit Microgreens und Feta bringt Farbe und Geschmack in den Winter und riecht köstlich nach Abwechslung: versuch es einfach mal!

Über eine Sache kann ich gar nicht lügen: Ich liebe Süßkram, ganz besonders Kekse. Allerdings hat mich ein kurzer Blick auf die Badezimmerwaage, um die ich sonst einen weiten Bogen mache, doch ein wenig aus dem Konzept gebracht. Auch wenn die Fastenzeit noch nicht begonnen hat – vorerst habe ich genug von der Fresserei im Dezember.

Fast Food bin ich leid – Rote-Beete-Pizza geht aber klar

Hier kommt also mein Neujahrsvorsatz: gesünder und achtsamer essen. Zwei oder drei Monate gefüllt mit Tiefkühlkroketten und Fleischersatzprodukten, ergänzt nur durch Lebkuchen und selbstgebackene Plätzchen waren endgültig genug. Durch meinen Umzug nach München habe ich sowohl mein eigenes Hochbeet als auch den großen Balkon verloren, wo ich letzten Sommer noch meine eigenen Zucchini, Salate und Kohlrabis angebaut habe. Seit dem Herbst gibt es aber nur noch meine Zimmerpflanzen und mich. So wie es aussieht, ist also die Zeit gekommen, mich mal am trendigen Grünzeug zu probieren, von dem mir meine wOnne-Kolleginnen erzählt haben: Die Microgreens wachsen jetzt auch bei mir auf der Küchenfensterbank.

Die Keimlinge von Kresse, Brokkoli und anderen Gemüsesorten sollen ja sehr gesund sein. Wie kommen wir jetzt am besten an die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe heran? Als Brotbelag, Topping für Suppen und Salate oder in grünen Smoothies – das klingt schon alles lecker. Aber können wir nicht noch mehr aus unserer winterlichen Ernte holen? Mein Vorschlag: Rote-Bete-Pizza mit scharfen Microgreens.

Rote-Bete-Pizza bringt Farbe in den Winter.
Gerade aus dem Ofen geholt und garniert: Rote-Bete-Pizza. © Lea Spahn

Eine Ode an den Feta-Käse

Nicht nur Gemüse oder dessen „Vorstufe“ stecken voller Vitamine. Fester Bestandteil meines Ernährungsplans und meines Wocheneinkaufs ist Feta. Dieser hat zwar einen recht hohen Fettgehalt, enthält aber auch Vitamin A, B2, B12 und Spurenelemente wie Zink oder Kalzium. Diese sind gerade für gesundes Haar wichtig. Als Feta dürfen Lebensmittelgeschäfte übrigens nur Käse verkaufen, der zu mindestens 70% aus Schafsmilch besteht und in Griechenland hergestellt wurde. Die traditionelle Produktionsweise kommt ganz ohne Konservierungsstoffe aus – der Käse reift nämlich in einer Salzlake heran.

Dadurch ist der Salzgehalt im Feta leider recht hoch. Das kannst du aber recht einfach vermeiden, wenn du den Käse vor der Zubereitung unserer Rote-Bete-Pizza für eine halbe Stunde in Wasser einlegst. Warst du im Supermarkt auch schon mal verwirrt von der Vielzahl an Bezeichnungen rund um die griechischen Käse? Unter den Namen „Hirtenkäse“ oder „Balkankäse“ wird meistens ein ähnliches Produkt vermarktet, das allerdings aus Kuhmilch hergestellt wird. Für dieses Rezept kannst du aber genauso gut Hirtenkäse verwenden.

Als große Käseliebhaberin weiß ich den Feta aber ganz besonders zu schätzen: ob als Komponente eines frischen Rucola-Salats, über den Kartoffelauflauf gestreut oder halb geschmolzen in einem Pfannengericht mit Pilzen. Feta macht einfach jedes leckere Gericht noch ein bisschen besser.

Rezept: Rote-Bete-Pizza mit scharfen Microgreens und Feta

Rote-Bete-Pizza mit scharfen Microgreens und Feta

Rote-Bete-Pizza mit scharfen Microgreens und Feta

Eine Rote-Bete-Pizza mit Microgreens und Feta bringt Farbe und Geschmack in den Winter und riecht köstlich nach Abwechslung: versuch es einfach mal!
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Vorbereitung 15 Min.
Zubereitung 30 Min.
Gesamtzeit 45 Min.
Gericht Hauptgericht, Kleinigkeit
Portionen 1 Pizza

Zutaten
  

  • 4 mittelgroße Rote Beten
  • 1 Pizzateig aus dem Kühlregal
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 g Feta
  • 2 Zehen Knoblauch nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • 30 g scharfe Microgreens z.B. Koriander, Senf oder Radieschen

Fürs Honig-Balsamico-Dressing:

  • 1 EL Honig
  • 80 ml Balsamico-Essig

Anleitungen

  • Heize den Ofen auf 230° C vor.
  • Wasche die Rote Beten gut ab und wickle sie einzeln in Alufolie.
  • Röste sie dann für ca. 40 min, bis sie sich gut mit einer Gabel einstechen lassen. Alternativ kannst du auch vakuumierte, vorgekochte Rote Bete kaufen.
  • Lass sie abkühlen und schneide sie in etwa 0,5 cm dicke Scheiben.
  • Breite den Pizzateig auf Backpapier auf einem Blech aus und bestreiche ihn mit etwa einem Esslöffel Olivenöl.
  • Verteile die Rote-Bete-Scheiben gleichmäßig auf dem Teig.
  • Schäle den Knoblauch, hacke ihn klein und verteile ihn auf der Roten Bete.
  • Zerbröckele und verteile jetzt den Feta über allem und würze die Pizza je mit einer Prise Salz und Pfeffer.
  • Backe die Pizza für 15 bis 20 min und lasse sie dann 5 min lang abkühlen
  • Garniere die Pizza mit deinen Micro-Greens, dem restlichen Olivenöl und dem Honig-Balsamico-Dressing.

Honig-Balsamico-Dressing

  • Vermische Essig und Honig in einem kleinen Topf.
  • Lass die Mischung bei mittlerer Hitze köcheln, bis sie sich um die Hälfte reduziert hat. Behalte das Dressing dabei gut im Auge. Danach abkühlen lassen.
Schlagworte backen, microgreens

Ein fertiger Pizzateig ist natürlich nur dann die Lösung, wenn es schnell gehen muss. Kneten und warten, während der Hefeteig aufgeht, ist meine persönliche Hölle. Gerade dann, wenn ich richtig Hunger (oder Appetit) habe. Meine Kollegin Laura hat aber hier auf Instagram ihr liebstes Pizzateig-Rezept für dich aufgeschrieben.

Man liebt oder man hasst Koriander – genetisch bedingt?

Mein Favorit unter den Microgreens ist ja der Koriander. Jetzt frage ich mich, ob die Babyvariante des Küchenkrauts wohl genauso viel Konfliktpotenzial enthält wie ihr ausgewachsener Kollege. Erst vor kurzem saß ich mit meiner Schwester in einem vietnamesischen Restaurant, für mich die beste Küche weltweit. Meine Schwester war auf dem Gebiet aber noch Neuling und bestellte einen Mango-Salat, der mit Koriander gewürzt war. Sie fand das Gericht leider ungenießbar, während ich mich damit vollgestopft habe.

Koriander und Rucola lassen sich als Microgreens anziehen-
Der Koriander braucht recht lange, um die Samenhülle fallen zu lassen. © Lea Spahn

Vor ein paar Monaten hatte ich mal gelesen, fiel mir da ein, es läge an einem bestimmten Gen, ob wir Koriander lieben oder hassen. Tatsächlich spielt laut einer US-amerikanischen Studie ein Geschmacksrezeptor eine Rolle dabei, ob wir Koriander als wohlschmeckend empfinden oder nicht. Es gibt allerdings kein „Koriander-Gen“. Stattdessen spielen unsere Erfahrungen beim Korianderessen wohl eine wichtige Rolle: In Gegenden, in denen schon immer viel mit Koriander gekocht wurde, ist die Abneigung gegen Koriander allgemein deutlich geringer ausgeprägt als in Europa.

Mehr Rezepte mit Koriander findest du bei unseren Kollegen von kraut&rüben. Wenn du aber zur Fraktion der Korianderhasser gehörst, ist vielleicht diese leckere One-Pot-Pasta das passende Rezept für dich.