Rezept: Apfelmark – aus frischen Äpfeln kinderleicht selbstgemacht

Alles ist geregelt. Auch der Zuckergehalt von Apfelmus. Der muss nämlich gemäß Leitsatz des deutschen Lebensmittelbuches für Obsterzeugnisse mindestens 16,5 Prozent betragen. Liegt er darunter, sprechen wir von Apfelmark. So viel zur Theorie.

Apfelmark ist also nichts anderes als Apfelmus – nur ohne Industriezucker. Nicht süß genug? Keine Sorge. Der Fruchtzucker selbst sorgt für genügend Süße!

Mark aus Äpfeln schmeckt herrlich zu süßen und herzhaften Speisen. Zu Pfannkuchen, Kartoffelpuffer, Milchreis, Kaiserschmarrn und zu Fleischgerichten – viele Klassiker aus Kindertagen.

Apfelmark einfach selbst gemacht

Zubereitungszeit 20 Min.
Portionen 5

Zutaten
  

  • 1 kg Äpfel entspricht in etwa 5 großen Äpfeln bzw. 6-7 kleineren
  • 200 ml Wasser

Anleitungen

  • Äpfel waschen.
  • Äpfel aufschneiden, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
  • Mit 200 ml Wasser in einen Topf geben und 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Stückchen weich sind.
  • Die weichen Apfelstücke entweder mit einen Stampfer zu einem Mus verarbeiten oder mit einem Pürierstab fein pürieren. Abkühlen lassen.
  • Entweder direkt als Beilage verwenden oder in saubere Gläser umfüllen.

Notizen

Im Kühlschrank gelagert ist euer Apfelmark etwa zwei Tage haltbar.
Natürlich könnt ihr die Äpfel auch schälen, das muss aber definitiv nicht sein. Bei rotschaligen ungeschälten Äpfeln könnt ihr das Glück haben, dass das Apfelmus oder -mark eine leichte rosa Färbung erhält. Wir finden das richtig schön 🙂
Ein roter Apfel im Vordergrund, Apfelmark auf einem kleinen Tisch im Hintergrund.
Äpfel schälen? Möglich, aber gar nicht nötig!
© Franziska Wangelin
Topf mit klein geschnittenen Apfelstücken
Rein in den Topf: Äpfel in kleine Stücke schneiden und etwas Wasser dazu. © Franziska Wangelin
Zubereitetes Apfelmark
Richtig lecker: selbstgemachtes Apfelmark! © Franziska Wangelin

Apfelmark braucht keine perfekten Äpfel

Für Mus und Mark könnt ihr ruhig Äpfel mit Schalenfehlern verwenden. Schlechte Stellen schneidet ihr einfach mit einem Messer heraus. Der alte Apfelbaum in Omas Garten oder die Bäume im Stadtpark liefern häufig keine handelsübliche Ware, aber lassen sich trotzdem wunderbar weiterverarbeiten. Vielleicht habt ihr auch an einigen Bäumen schon einmal ein gelbes Band entdeckt? Privatpersonen und Kommunen können ihre Obstbäume- und Sträucher, deren Obst sie nicht selber ernten können, damit versehen, um zu zeigen, dass diese Bäume von jedermann abgeerntet werden dürfen.