Rezept: Rote Bete-Butter

Rote Bete, mancherorts auch als Rote Rübe bekannt, gehört zu den Gemüsearten, denen, wie wir finden, nur recht wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Weil wir saisonale und regionale Rezepte so lieben, sind wir losgezogen und haben uns ein paar Rüben besorgt, um Rote Bete-Butter anzurichten. Was sollen wir sagen? Richtig lecker – gerade auf frischem Brot.

Im Netz kursiert übrigens auch die Schreibweise Beete, korrekt ist sie aber nicht. Der Name Bete stammt vom lateinischen Wort Beta, was nichts anderes heißt als Rübe. Merken wir uns einfach; Die Rote Bete mit einem E wächst im Beet mit zwei E.

Neben der roten Version gibt es auch weiße und gelbe Sorten, die auf den ersten Blick ungewöhnlich aussehen, aber genauso gut schmecken. Ihnen fehlt nur der geschmacksneutrale, aber für die starke Rotfärbung verantwortliche Farbstoff Betanin.

Rote Bete: 7 Fakten zur Roten Rübe

  1. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum
  2. Von September bis März hat die Rote Bete Saison.
  3. Der leicht süßliche, erdige Geschmack gibt Salaten, Eintöpfe und Suppen eine besondere Note.
  4. Vorsicht Flecken: Der Saft der Knolle färbt stark, deshalb solltet ihr beim Verarbeiten am besten Handschuhe tragen.
  5. Rote Bete muss vor dem Kochen nicht geschält werden. Wenn die Rote Bete mit Schale gegart wird, bleiben mehr der gesunden Inhaltsstoffe erhalten und sie lässt sich leichter schälen.
  6. Auch Stiele und Blätter der Knollen sind essbar.
  7. Im Kühlschrank bleibt die Knolle rund 10 Tage frisch.

Rote Bete: Was drin steckt

Ein wahres, regionales Superfood: Voll mit Vitaminen, Eisen und Antioxidantien sagt man der Roten Beten nach, für Energie und ein starkes Immunsystem zu sorgen. Für die intensive rote Farbe ist das Glykosid Betanin verantwortlich.

Der Farbstoff soll sich in seiner naturbelassenen Form gut für den Stoffwechsel sein und fördert insbesondere die Gallen- und Leberfunktion.

Von der Lebensmittelindustrie wird es auch gerne extrahiert und als Farbstoff für andere Lebensmittel verwendet, etwa zum Färben von Speiseeis, Joghurt oder Gummibärchen.

Rote Bete-Butter: Vorbereitung

Bevor die Butter ins Spiel kommt, müsst ihr zuerst die Rote Bete kochen. Dafür wird die Knolle gründlich gewaschen, aber nicht geschält. Dann legt ihr sie in einen Topf mit reichlich Wasser, lasst es aufkochen und gart die Rote Bete je nach Größe 30 bis 45 Minuten.

Um zu prüfen, ob sie „durch“ ist, könnt ihr mit einem Messer hineinstechen. Spürt ihr noch einen Widerstand, weiterköcheln lassen. Könnt ihr das Messer einfach hineinstechen, ist sie fertig.
Das Kochwasser müsst ihr für dieses Rezept nicht salzen, da die Rote Bete-Butter später noch gewürzt wird. Wenn ihr die Rote Bete für andere Gerichte kocht, gebt das Salz erst kurz vor Kochende dazu, weil es sonst die schöne Farbe zu stark entzieht.
Nach dem Kochen könnt ihr die Schale einfach abpellen oder mit einem Messer abziehen. Aber Vorsicht: die Rote Bete gibt ordentlich Farbe ab, also schnappt euch eine Schürze und ggf. Handschuhe, um eure Kleidung zu schützen. Jetzt kann die Zubereitung der Rote Bete-Butter auch schon losgehen.

Rote Bete-Butter

Zutaten
  

  • 1 – 2 Rote Bete
  • 250 g Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Milch
  • Salz und Pfeffer

Anleitungen

  • Butter auf Zimmertemperatur anwärmen.
  • Gekochte Rote Bete schälen und in kleine Stücke schneiden.
  • Knoblauchzehe abziehen und ebenfalls kleinschneiden.
  • Rote Bete, einen Schuss Milch und Knoblauch in eine Schüssel geben, mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend pürieren.
  • Das Rote-Bete Mus mit der weichen Butter vermengen. Ist sie nicht cremig genug, gebt noch etwas Milch dazu. Ein kleiner Eye-Catcher, aber kein Muss: Schneidet noch ein paar kleine Würfel zurecht und hebt sie unter.
  • Die weiche Rote Bete-Butter in saubere Gläschen mit Schraubverschluss füllen, im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger tage aufbrauchen.

Notizen

Eine halbe Stunde vor dem Essen herausnehmen, damit sie wieder streichzart wird. 
Angerichtete Rote-Bete-Butter
Ob Frühstück oder Abendbrot: die Rote Bete-Butter sieht nicht nur gut aus, sie schmeckt auch richtig lecker! © Franziska Wangelin

Bei der Rote Bete-Butter wie auch unseren anderen Rezepten orientieren wir uns gerne am Saisonkalender. Auf unserer Instagram-Seite posten wir am Monatsanfang immer die aktuell verfügbaren Gemüse- und Obstsorten. Ihr findet den Kalender in unseren Highlights.